Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Im Juni 2008 gesellte sich Tana mit 8 Wochen zu uns. Nach dem wir Ritli mit knapp 10 Jahren nach längerer Erkrankung verloren hatten und auch Aladin uns überraschend 3 Wochen später verließ, waren Bavaria-Mollys und meine Spaziergänge recht einsam geworden. Molly die in ein komplettes Bernerrudel hineingeboren war, fühlte sich alleine. Sie wurde sehr ruhig, das Fressen wollte nicht so recht schmecken und meine Hände waren ohne meine beiden Großen leer. Dazu kam, dass Mollys Halbschwester, von der wir wegen Ritlis Erkrankung schon einen Welpen geplant hatten leider leer geblieben war. Nur ein Berner im Hause, war schon seit Lexa nicht mehr vorgekommen. Ein Anruf bei Familie Schultes ließ Hoffnung aufkommen. Hier waren im April Berner geboren worden und Monika Schultes erkannte unseren Notfall und versprach uns eine Hündin. Tana wurde Mitte Juni abgeholt und schon war Molly wieder ein fröhlicher Hund. Tana war lustig und aufgeweckt aber nicht überdreht. Ihr Temperament entwickelte sich erst im Laufe ihres ersten Lebensjahres. Heute mit 17 Monate ist sie meist im Laufschritt unterwegs. Selbstbewußt hat sie die „Vormundschaft“ für Archimedes übernommen, der ein Jahr später wieder unser Rudel zum Hundetrio komplettierte. Im März dieses Jahres hatten wir ein sehr nasses Erlebnis, dass ich nicht so schnell vergessen werde. Woodstock, unser Nachbarrüde liebte Molly, aber als Tana kam, wurde er untreu. Fortan gehörte Tana sein Herz. Als Tana das erste mal läufig wurde konnte man sein Jammern öfter hören. Mit tat er leid, der arme Kerl. Unser erster gemeinsamer Spaziergang 3 ½ Wochen danach gestaltete sich auch dementsprechend aufregend. Immer wieder musste er schnuppern ob auch wirklich nicht doch noch eine Chance bestand. Da unser Weg auch wie schon beschrieben an einem Weiher vorbei ging, wollte er seine Chancen nützen. Tana stand am Ufer und wollte Wasser trinken. Woody hinter ihr etwas stürmisch gab ihr einen Schubs und plumps war Tana im Wasser. Nun war es Anfang März und dieser Monat gestaltete sich in diesem Jahr sehr unbeständig und noch sehr kalt. Teilweise schwammen noch Eisschollen auf dem Wasser. Tana war so überrascht und geschockt, dass sie planlos zu paddeln anfing und unterging. Ich lief genauso erschrocken auf den kleinen Steg und rief nach ihr. Sie ruderte auch auf mich zu und ich wollt sie am Halsband fassen. Wieder ging meine Kleine unter und geriet in Panik unter den Steg. Durch das Schmelzwasser war aber die Wasserhöhe gleich Stegkante. Mein Tana hatte kaum Chancen hier alleine wieder heraus zu finden. Ich überlegt nicht lange, warf Mollys Leine meiner Nachbarin zu mit der Bitte sie zu halten und stieg ins Wasser. Bekleidet mit Anorak, Schuhen und Wollpulli! Das Wasser reicht mir über die Schultern und war eiskalt. Im trüben Wasser konnte ich Tana als Schatten vollkommen ruhig unter Wasser entdecken. Ich rief sie einige Male. Vertrauensvoll reckt sie mir eine Pfote nach oben. An dieser tastete ich mich bis zu ihrem Kopf und dem Halsband vor. Mittlerweile war ich vollkommen durchnässt. Es war mir egal ich musste Tana aus dem Wasser ziehen. Dabei musste ich sie aber mit dem Kopf noch mal unter Wasser drücken um sie unter dem Steg hervorziehen zu können. Schon ihr kurzer Widerstand war für mich anstrengend, aber ihr Vertrauen zu mir war stärker. Ich bekam sie frei und konnte sie an den Wasserrand schubsen. Dann musste ich aus der Kälte heraus. Ohne ein Abschiedwort an meine Nachbarin, das war mir nicht mehr möglich, packte ich meine beiden Hundemädels und lief triefend nass nach Hause. Hier wickelte ich Tana in ein großes Tuch und mich aus den nassen Kleidern. Für Tana blieb das Erlebnis ohne größere Folgen, Wasser findet sie trotzdem ganz toll. Für mich folgte 3 Monate später ein Krankenhausaufenthalt wegen Herzrythmusstörungen. Unser Erlebnis könnte der Auslöser gewesen sein.